skillee

Allgemeine Nutzungsbedingungen

Übersetzung aktualisiert am 5. Oktober 2026

Dieses Dokument ist eine Übersetzung des französischen Originals. Bei Abweichungen ist die französische Fassung maßgeblich.

Artikel 1 — Begriffsbestimmungen

In diesen Allgemeinen Nutzungsbedingungen („Nutzungsbedingungen“) haben die folgenden Begriffe die nachstehende Bedeutung:

  • „Skillee“: die Gesellschaft Skillee SAS, Herausgeberin der Plattform
  • „Kunde“: jede juristische Person (Unternehmen, ATS-Partner), die ein Studio-Konto eröffnet hat
  • „Nutzer“: jede natürliche Person, die vom Kunden befugt ist, den Dienst in seinem Namen zu nutzen
  • „Dienst“: die Plattform Studio und die zugehörigen KI-Agenten (Charlee, Julee, Gabee sowie jeder künftig in den Dienst integrierte Agent)
  • „Bewerber“: die natürlichen Personen, die sich beim Kunden um eine Stelle bewerben und über den Dienst verarbeitet werden
  • „Kundendaten“: alle Daten, die vom Kunden oder seinen Nutzern in den Dienst hochgeladen, darin eingegeben oder darin generiert werden, einschließlich der personenbezogenen Daten der Bewerber
  • „Outputs“: die von den KI-Systemen im Rahmen des Dienstes erzeugten Ergebnisse (Gesprächsberichte, Scores, Gesprächspläne, Julee-Unterhaltungen)

Artikel 2 — Gegenstand

Diese Nutzungsbedingungen regeln die Modalitäten des Zugangs zu dem Dienst, den Skillee dem Kunden zur Verfügung stellt, und seiner Nutzung. Der Dienst ermöglicht es dem Kunden, die Vorauswahl und Qualifizierung von Bewerbern mithilfe spezialisierter Agenten der künstlichen Intelligenz zu automatisieren (telefonische Vorqualifizierung, WhatsApp-Austausch, Bewerber-App).

Es gelten die finanziellen Bedingungen, die im Bereich „Tarif & Abrechnung“ des Studio angezeigt und vor der Bestätigung einer Online-Zahlung zusammengefasst werden, oder diejenigen des unterzeichneten Angebots bei einem Enterprise-Tarif oder einem ausgehandelten Tarif. Sie unterliegen den Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) von Skillee (D5).

Artikel 3 — Annahme der Nutzungsbedingungen

Die Nutzung des Dienstes setzt die vorherige und vorbehaltlose Annahme dieser Nutzungsbedingungen voraus, die durch ein Kontrollkästchen bei der Erstellung des Studio-Kontos erklärt wird. Bei einem Online-Abschluss oder einem Online-Kauf von Credits bestätigt der Kunde erneut seine Annahme der Nutzungsbedingungen und der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, nachdem er die Einzelheiten und den Gesamtpreis seiner Bestellung überprüfen konnte. Der Auftragsverarbeitungsvertrag (Data Processing Agreement, DPA) wird im Rahmen des Angebots, des Bestellscheins oder eines sonstigen mit dem Kunden vereinbarten Vertragsprozesses angenommen.

Die geltenden Dokumente sind jederzeit über das Studio in einem Format abrufbar, das ihre Einsichtnahme, ihren Ausdruck und ihre Speicherung ermöglicht. Skillee kann die technischen Elemente, die zum Nachweis ihrer Annahme dienen, gemäß dem geltenden Recht aufbewahren.

Der Kunde gewährleistet, dass die natürliche Person, die die Nutzungsbedingungen annimmt, befugt ist, die von ihr vertretene juristische Person rechtlich zu verpflichten.

Artikel 4 — Zugang zum Dienst und Nutzerkonto

Der Kunde erstellt ein Studio-Konto, indem er die erforderlichen Angaben macht (geschäftliche E-Mail-Adresse, Nachname, Vorname). Jeder Nutzer verfügt über persönliche und vertrauliche Zugangsdaten und verpflichtet sich, diese nicht weiterzugeben. Der Kunde ist allein verantwortlich für die Vertraulichkeit der Zugangsdaten seiner Nutzer und für jede Handlung, die über deren Konten vorgenommen wird.

Skillee behält sich das Recht vor, die Registrierung abzulehnen oder ein Konto zu sperren oder zu kündigen, im Falle eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen, einer betrügerischen oder rechtswidrigen Nutzung oder einer Nichtzahlung.

Artikel 5 — Verfügbarkeit des Dienstes

Skillee verpflichtet sich nach dem Best-Effort-Prinzip, die Verfügbarkeit des Dienstes sicherzustellen. Skillee behält sich das Recht vor, den Dienst für Wartungs- oder Aktualisierungsarbeiten oder im Falle höherer Gewalt vorübergehend zu unterbrechen, wobei der Kunde nach Möglichkeit informiert wird. An das Verfügbarkeitsniveau ist derzeit keine Vertragsstrafe geknüpft. Die besonderen Verfügbarkeitsbedingungen für Enterprise-Verträge sind Gegenstand gesonderter Nachträge.

Artikel 6 — Geistiges Eigentum

6.1 Geistiges Eigentum von Skillee

Der Dienst, seine technischen Bestandteile (Quellcode, Algorithmen, KI-Modelle, Schnittstellen, strukturierte Datenbanken), seine Dokumentation und seine Marken (insbesondere die beim INPI, dem französischen Patent- und Markenamt, unter der Nummer 25 5213139 eingetragene Wortmarke „Skillee“) bleiben ausschließliches Eigentum von Skillee. Skillee räumt dem Kunden ein persönliches, nicht ausschließliches und nicht übertragbares Nutzungsrecht ein, das auf die Vertragslaufzeit und den für den Dienst unbedingt erforderlichen Umfang beschränkt ist.

Dem Kunden ist es insbesondere untersagt:

  • den Dienst zu dekompilieren, zurückzuentwickeln oder zu versuchen, auf den Quellcode des Dienstes zuzugreifen
  • den Dienst außerhalb des vorgesehenen Rahmens zu vervielfältigen, zu vertreiben, unterzulizenzieren oder zu vermarkten
  • den Dienst zur Entwicklung eines Konkurrenzprodukts zu nutzen
  • die Schutzrechtsvermerke von Skillee ohne vorherige schriftliche Genehmigung zu entfernen oder unkenntlich zu machen

6.2 Eigentum an den Outputs

Der Kunde ist Eigentümer der vom Dienst im Rahmen seiner Rekrutierungen generierten Outputs (Charlee-Berichte, Transkripte, Scores, Gesprächszusammenfassungen, Gesprächspläne, Julee-Unterhaltungen). Skillee verfügt lediglich über ein Nutzungsrecht, das auf die strikten Zwecke der Bereitstellung des Dienstes beschränkt ist (Erstellung der Outputs, technischer Support, anonymisierte, aggregierte und nicht identifizierende Statistiken).

Artikel 7 — Kundendaten

Die Kundendaten bleiben Eigentum des Kunden. Skillee erwirbt keinerlei Eigentumsrechte an diesen Daten und ist nur befugt, sie in dem für die Bereitstellung des Dienstes unbedingt erforderlichen Umfang zu verarbeiten, gemäß dem Auftragsverarbeitungsvertrag (Data Processing Agreement, DPA), der für die Parteien nach Artikel 28 DSGVO verbindlich ist.

Der Kunde gewährleistet, dass er über die erforderlichen Rechte und Rechtsgrundlagen verfügt, um die personenbezogenen Daten der Bewerber über den Dienst hochzuladen und zu verarbeiten, und dass er die Bewerber gemäß den Artikeln 13 und 14 DSGVO informiert hat.

Artikel 8 — Einsatz künstlicher Intelligenz

8.1 Beschreibung der KI-Systeme

Der Dienst beruht auf mehreren Systemen der künstlichen Intelligenz (den Agenten Charlee, Julee, Gabee sowie Modulen zur Verarbeitung von Lebensläufen und zur Erstellung von Gesprächsplänen). Diese Systeme sind im Sinne der Verordnung (EU) 2024/1689 („KI-Verordnung“) als Hochrisiko-KI-Systeme eingestuft (Anhang III, Nummer 4 Buchstabe a — KI-Systeme für die Einstellung und Auswahl natürlicher Personen). Skillee ist Anbieter dieser Systeme im Sinne der Verordnung und übernimmt die entsprechenden Pflichten.

8.2 Verpflichtung, Kundendaten nicht zum Training zu verwenden

Skillee verpflichtet sich, weder die Kundendaten noch die über den Dienst verarbeiteten Daten der Bewerber zum Trainieren, Verbessern oder erneuten Trainieren ihrer eigenen Modelle der künstlichen Intelligenz zu verwenden. Skillee gewährleistet vertraglich, dass auch ihre KI-Auftragsverarbeiter diese Verpflichtung einhalten (insbesondere Google bei der kostenpflichtigen Gemini-API mit einer von Google ausdrücklich gewährten Ausnahme vom Prompt-Logging). Diese Gewährleistung stellt eine wesentliche Vertragspflicht dar.

8.3 Menschliche Aufsicht (Artikel 14 KI-Verordnung)

Der Kunde ist allein für die endgültige Einstellungsentscheidung verantwortlich. Die von den KI-Systemen von Skillee erzeugten Outputs sind Entscheidungshilfen und ersetzen niemals die menschliche Beurteilung durch den Kunden. Skillee hat konzeptionell (by design) einen Mechanismus der menschlichen Aufsicht eingerichtet: Die von den Agenten verwendeten Fragen und Bewertungskriterien müssen vor jedem Gespräch von einem Nutzer des Kunden validiert werden, und die Scores können über die Oberfläche des Studio mit Begründung geändert werden (Override).

8.4 Weiterentwicklung der KI-Modelle

Skillee behält sich das Recht vor, die dem Dienst zugrunde liegenden KI-Modelle aus Gründen der Leistung, der Konformität oder der technischen Weiterentwicklung zu aktualisieren, zu ändern oder zu ersetzen. Jede wesentliche Änderung im Sinne von Artikel 25 der KI-Verordnung wird dem Kunden vorab mitgeteilt.

8.5 Besondere Haftungsbeschränkung für KI-Systeme

Der Kunde erkennt an, dass KI-Systeme trotz der Bemühungen von Skillee, diese zu minimieren, inhärente Grenzen aufweisen können (Fehler, Halluzinationen, verbleibende Verzerrungen). Der Kunde verpflichtet sich, die Outputs als Entscheidungshilfe und nicht als automatisierte Entscheidung zu verwenden und vor jeder Entscheidung, die einen Bewerber betrifft, stets eine menschliche Überprüfung vorzunehmen.

Artikel 9 — Vertraulichkeit

Jede Partei verpflichtet sich, alle nicht öffentlichen Informationen der anderen Partei, von denen sie im Rahmen der Vertragsdurchführung Kenntnis erlangt, streng vertraulich zu behandeln und sie ausschließlich für die Zwecke des Vertrags zu verwenden. Diese Verpflichtung gilt während der gesamten Vertragslaufzeit sowie drei (3) Jahre über deren Ende hinaus.

Artikel 10 — Haftung

Die gesamte und kumulierte Haftung von Skillee aus dem Vertrag ist auf die Beträge begrenzt, die der Kunde in den zwölf (12) Monaten vor dem haftungsbegründenden Ereignis tatsächlich an Skillee gezahlt hat.

Von jeglicher Entschädigung ausgeschlossen sind indirekte Schäden, insbesondere: Umsatzeinbußen, entgangener Gewinn, entgangene Geschäftschancen, Imageschäden, Kundenverlust, indirekter Datenverlust.

Diese Beschränkungen gelten nicht bei Verletzung der Vertraulichkeitspflichten, bei Verletzung der Pflichten zum Schutz personenbezogener Daten, bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz oder bei Personenschäden.

Artikel 11 — Höhere Gewalt

Keine der Parteien haftet für eine Verletzung ihrer Pflichten, die auf einen Fall höherer Gewalt im Sinne von Artikel 1218 des französischen Zivilgesetzbuchs (Code civil) zurückzuführen ist. Die Partei, die sich auf höhere Gewalt beruft, muss die andere Partei unverzüglich davon in Kenntnis setzen. Dauert der Fall höherer Gewalt länger als sechzig (60) Tage an, kann jede Partei den Vertrag ohne Entschädigung kündigen.

Artikel 12 — Laufzeit und Kündigung

Für online abgeschlossene Tarife sind Laufzeit, Verlängerung und Kündigungsbedingungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (D5) festgelegt und im Bereich „Tarif & Abrechnung“ wiedergegeben. Für Enterprise-Tarife oder ausgehandelte Tarife sind sie im Angebot oder in den unterzeichneten besonderen Bedingungen festgelegt. Bei einer schwerwiegenden Pflichtverletzung durch eine der Parteien kann die andere Partei den Vertrag von Rechts wegen kündigen, nachdem eine förmliche Mahnung (Inverzugsetzung) dreißig (30) Tage lang erfolglos geblieben ist.

Artikel 13 — Reversibilität

Der Kunde kann seine Daten jederzeit im Self-Service aus dem Studio exportieren, und zwar in einem ZIP-Format, das CSV (strukturierte Daten), JSON (Integration) und PDF (Berichte) kombiniert. Im Falle einer Kündigung verfügt der Kunde ab der Kündigung über dreißig (30) Tage, um seine Daten abzurufen. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten endgültig gelöscht, vorbehaltlich gesetzlicher Aufbewahrungspflichten. Auf Anfrage kann eine Löschbestätigung ausgestellt werden.

Artikel 14 — Audit

Skillee stellt die Informationen zu ihrer Konformität in ihrem Trust Center (skillee.ai/trust) zur Verfügung. Enterprise-Kunden können höchstens einmal (1) pro Jahr mit angemessener Vorankündigung ein ergänzendes dokumentenbasiertes Audit verlangen. Skillee stellt pro Audit bis zu fünf (5) Arbeitsstunden kostenlos zur Verfügung; darüber hinausgehende Stunden werden zu dem im Vertrag festgelegten Stundensatz in Rechnung gestellt. Vor-Ort-Audits können nur auf begründeten Antrag und auf Grundlage einer gesonderten Vereinbarung durchgeführt werden.

Artikel 15 — Abtretung und Kontrollwechsel

Skillee informiert den Kunden im Falle eines Kontrollwechsels (Übernahme, Fusion, Veräußerung des Geschäftsbetriebs). Der Vertrag wird mit dem Erwerber zu identischen Bedingungen fortgesetzt. Abweichend hiervon steht dem Kunden im Falle einer Veräußerung an einen direkten Wettbewerber des Kunden innerhalb von dreißig (30) Tagen nach der Mitteilung ein Recht zur Kündigung ohne Vertragsstrafe zu.

Artikel 16 — Änderungen der Nutzungsbedingungen

Skillee behält sich das Recht vor, die Nutzungsbedingungen zu ändern, um Weiterentwicklungen des Dienstes, der Auftragsverarbeiter oder der geltenden Vorschriften Rechnung zu tragen. Geringfügige Änderungen (redaktionelle Korrekturen, Anpassungen bei den Auftragsverarbeitern) werden auf jedem geeigneten Weg mitgeteilt. Wesentliche Änderungen werden dreißig (30) Tage im Voraus mitgeteilt, und die fortgesetzte Nutzung des Dienstes nach Ablauf dieser Frist gilt als Annahme. Änderungen, die durch eine Änderung der Rechtsvorschriften vorgeschrieben sind, gelten sofort.

Artikel 17 — Sonstige Bestimmungen

Sollte eine Bestimmung der Nutzungsbedingungen für nichtig oder nicht anwendbar erklärt werden, bleiben die übrigen Bestimmungen uneingeschränkt anwendbar. Die Nichtausübung eines ihr zustehenden Rechts durch eine Partei gilt nicht als Verzicht auf dieses Recht. Die Nutzungsbedingungen, die AGB, der DPA und gegebenenfalls das unterzeichnete Angebot oder der unterzeichnete Bestellschein bilden die gesamte Vereinbarung zwischen den Parteien und haben Vorrang vor jeder früheren Mitteilung.

Artikel 18 — Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Diese Nutzungsbedingungen unterliegen französischem Recht. Alle Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Zustandekommen, der Durchführung oder der Beendigung des Vertrags unterliegen, sofern keine gütliche Einigung erzielt wird, der ausschließlichen Zuständigkeit der Gerichte von Paris.

Version 1.2 — Letzte Aktualisierung: 9. September 2026